Glaubt man den bisherigen Rückmeldungen aus der Touristik-Branche, dann scheinen bei den großen Reiseveranstaltern Mittelmeerziele in Spanien und Italien gerade bei den Buchungen durch die Decke zu gehen. Andere Ziele, die näher an Konfliktherden liegen und die mit einem höheren Gefährdungspotenzial für die Sicherheit angesehen werden, merken dies teilweise deutlich negativ bei den Buchungszahlen.
Dies scheint nicht nur für außereuropäische Ziele wie Ägypten und Tunesien zu gelten. Auch Griechenland, das von vielen Urlaubern als Krisenland empfunden wird, scheint zumindest bisher nicht an die sehr guten Buchungszahlen der letzten beiden Jahre anknüpfen zu können. Die gilt auch für Reise-Klassiker wie die Türkei, die mit bedrückenden Schlagzeilen wie den Anschlägen in Ankara und dem Syrien-Konflikt zunehmend als unsicheres Reiseland für urlaubsplanende Touristen erscheint.
Dass in der aktuellen Lage kein Ort und keine Region wirklich gegen Gefährdungen geschützt werden kann, zeigen jedoch die Anschläge von Paris. Das Bedürfnis nach einem vermeintlich sicheren Urlaubsort wird deshalb viele Reisende wohl auf absehbare Zeit begleiten.